Wasserversorgung Frenkendorf: Frenkendorf

Messwerte 2025 für Frenkendorf

zurück zu den Versorgungsgebieten

Die aufgeführten Daten wurden vom Wasserversorger eingepflegt und nicht überprüft. Der SVGW übernimmt keine Gewähr für die hier publizierten Messwerte. Kontaktieren Sie bei Fragen oder Unstimmigkeiten direkt Ihre Wasserversorgung. Die entsprechenden Kontaktinformationen finden Sie im Reiter "Kontakt".

Allgemeine Beurteilung

Alle untersuchten Proben entsprachen den mikrobiologischen und chemischen Anforderungen der Lebensmittelgesetzgebung.

Einzugsgebiet

Organisation und rechtliche Situation 

Die Wasserversorgung von Frenkendorf ist im Besitz der Einwohnergemeinde und untersteht so dem Gemeinderat als oberstes Führungsorgan. Für die Betriebsführung zuständig ist die Bauverwaltung. Das Brunnenmeisteramt ist delegiert an die Firma Schäublin + Feltsch AG, Frenkendorf. Das in zwei Druckzonen unterteilte Versorgungsgebiet umschliesst das gesamte Siedlungsgebiet der Gemeinde. Das Leitungsnetz ist in einem digitalen Leitungskataster (geographisches Informationssystem GIS) durch das Büro Jermann Ingenieure + Geometer AG, Arlesheim, dokumentiert. 

Die Wasserbeschaffung erfolgt durch die via UV-Anlage Rüti anfallenden Quellen sowie durch das auf Gemeindegebiet von Füllinsdorf liegende Grundwasserpumpwerk Wanne. Letzteres wird gemeinsam mit Füllinsdorf betrieben. Im Pumpwerk Wanne besteht auch eine Netzverbindung mit Füllinsdorf, über die im Freigefälle Wasser von Frenkendorf (insbesondere bei Quellwasserüberschuss) abgegeben werden kann. Die Fehlwasserbeschaffung erfolgt durch Bezug von Pratteln über das Stufenpumpwerk Buholz.

Beim Pumpwerk Wanne liegt eine Schutzzonenüberprüfung aus dem Jahr 2002 vor. Dieses Pumpwerk ist für Frenkendorf und Füllinsdorf wie auch aus regionaler Sicht unverzichtbar, eine Verlängerung der im Jahr 2020 ablaufenden Konzession mit neurechtlicher Ausscheidung von Schutzzonen ist notwendig. Frenkendorf liefert über die Netzverbindung Schnäggeler bei Bedarf Wasser an Füllinsdorf als Einlauf in deren Reservoir Chalchofen. An dieser Stelle befindet sich auch eine als Löschwasseranschluss Nord des Umfahrungstunnels deklarierte Netzverbindung zur Wasserversorgung Liestal, über die im Freigefälle Wasser an Liestal abgegeben werden kann. Zwei weitere Netzverbindungen mit Liestal bestehen in der Frenkendörferstrasse bzw. in der Industriestrasse. 

Die Gemeinde Frenkendorf ist Mitglied des Regionenverbundes 1-9-2, umfassend die Einwohnergemeinden Muttenz, Pratteln, Frenkendorf und Füllinsdorf. Zwischen der Hardwasser AG und dem Regionenverbund besteht seit längerem ein Vertrag für Notwasserlieferungen, der mit RRB Nr. 2023-357 vom 21. März 2023 aktualisiert wurde. Darin hat Frenkendorf ein Notbezugsrecht von 1'349 m³/d, wobei zusätzlich die Gemeinde Füllinsdorf ein Notbezugsrecht von 1'793 m³/d besitzt.

Mit Regierungsratsbeschluss Nr. 2023-1681 vom 5. Dezember 2023 wurde der Gemeinde Frenkendorf ein Hardwasser-Bezugsrecht von 1'100 m³/d zugeteilt. Dieses basiert auf dem Szenario ‘Ausfall alle Grundwasserfassungen im Ergolztal’ und ist Grundlage für die Berechnung des Leistungspreises der Hardwasser AG. Da bei der Hardwasser AG noch ausreichende Reserven vorhanden sind, können bei Bedarf auch grössere Mengen als das Hardwasser-Bezugsrecht via Regionenverbund bezogen werden.»


Im Weiteren besteht ein von Frenkendorf am 09.12.2009 genehmigter Vertrag zwischen Pratteln und Frenkendorf für Dauerbezug, wobei Pratteln eine Liefermenge von 1'000 m³/d zusichert. Frenkendorf verpflichtet sich zu einer Mindestbezugsmenge von 300 m³/d, bezogen auf eine vierteljährliche Ableseperiode. 

Nebst zwei eigenen, an der Hochzone angeschlossenen Spezialzonen Sacher und Erholungsheim Ebenezer versorgt Frenkendorf ab der Niederzone das Gebiet Bächliacker der Stadt Liestal und liefert ab der Quellleitung bei Bedarf Fehlwasser an die Druckzone Rösern, ebenfalls Stadt Liestal.  

PLZ-Gebiet

4402

Mikrobiologische Messwerte

Messungen Minimal Maximal Durchschnitt Median
Aerobe mesophile Keime 52 nn 130 KBE/ml 39.64 KBE/ml 15 KBE/ml
Enterokokken 52 nn nn nn nn
E.coli 52 nn nn nn nn

Chemische Messwerte

Messungen Minimal Maximal Durchschnitt Median
Gesamthärte 1 26.7 °fH 26.7 °fH 26.7 °fH 26.7 °fH
Kalzium 1 107 mg/l 107 mg/l 107 mg/l 107 mg/l
Magnesium 1 2.5 mg/l 2.5 mg/l 2.5 mg/l 2.5 mg/l
Nitrat 1 8.39 mg/l 8.39 mg/l 8.39 mg/l 8.39 mg/l

Herkunft und Aufbereitung des Wassers

  • Aufbereitung des Quellwassers
    • Desinfektion
      • UV-Bestrahlung

    • Übrige Aufbereitungsmethoden
      • Netzschutz

    Bemerkungen zum Quellwasser

    Rund 69% des Wassers stammt aus den Quellen, die frei zufliessen.

  • Aufbereitung des Grundwasser
    • Desinfektion
      • UV-Bestrahlung

    Bemerkungen zum Grundwasser

    Etwa 26% ist Grundwasser und wird mit Pumpen gefördert.

  • Bemerkungen zum Seewasser

    Keine Bemerkung

  • Bemerkung zum zugekauften Wasser

    Etwa 5% werden von Pratteln bezogen.

Wasserversorgung Frenkendorf: Alle Versorgungsgebiete

Der Wasserversorger "Wasserversorgung Frenkendorf" versorgt die folgenden Gebiete mit Wasser:

Frenkendorf
PLZ: 4402
PLZ Gesamthärte
Frenkendorf 4402 26.7 °fH Messwerte

Die Desinfektion ist das häufigste Aufbereitungsverfahren in der Wasserversorgung. Sie gewährleistet die Hygiene des Trinkwassers. Die Desinfektion hat zum Ziel Krankheiten zu vermeiden, die über das Trinkwasser übertragen werden. Dazu müssen Krankheitserreger (Mikroorganismen: Protozooen, Bakterien, Viren) abgetötet werden. Das geschieht durch ultraviolette (UV-) Strahlung oder chemische Oxidationsmittel. In der Praxis der Schweizer Wasserversorgungen ist der Einsatz von chemischen Oxidationsmitteln wie O3 (Ozon), ClO2 (Chlordioxid) weit verbreitet. In kleinen Wasserversorgungen wird oft eine Behandlung mit UV eingesetzt.

Die Desinfektion ist das häufigste Aufbereitungsverfahren in der Wasserversorgung. Sie gewährleistet die Hygiene des Trinkwassers. Die Desinfektion hat zum Ziel Krankheiten zu vermeiden, die über das Trinkwasser übertragen werden. Dazu müssen Krankheitserreger (Mikroorganismen: Protozooen, Bakterien, Viren) abgetötet werden.

Das geschieht durch ultraviolette (UV-) Strahlung oder chemische Oxidationsmittel. In der Praxis der Schweizer Wasserversorgungen ist der Einsatz von chemischen Oxidationsmitteln wie O3 (Ozon) oder auch ClO2 (Chlordioxid) weit verbreitet. In kleinen Wasserversorgungen wird hingegen oft eine Behandlung mit UV eingesetzt.

Die Desinfektion ist das häufigste Aufbereitungsverfahren in der Wasserversorgung. Sie gewährleistet die Hygiene des Trinkwassers. Die Desinfektion hat zum Ziel Krankheiten zu vermeiden, die über das Trinkwasser übertragen werden. Dazu müssen Krankheitserreger (Mikroorganismen: Protozooen, Bakterien, Viren) abgetötet werden.

Das geschieht durch ultraviolette (UV-) Strahlung oder chemische Oxidationsmittel. In der Praxis der Schweizer Wasserversorgungen ist der Einsatz von chemischen Oxidationsmitteln wie O3 (Ozon) oder auch ClO2 (Chlordioxid) weit verbreitet. In kleinen Wasserversorgungen wird hingegen oft eine Behandlung mit UV eingesetzt.

Die Schnellfiltration hat die Aufgabe, Partikel aus dem Wasser abzutrennen indem das Wasser eine Quarzsandschicht durchfliesst. Die Fliessgeschwindigkeit ist mit mehreren Metern pro Stunde wesentlich schneller als bei den Langsamfiltern. Schnellfilter gibt es mit offenen Becken oder mit geschlossenen Kesseln. Bei der Reinigung werden sie mit Wasser und/oder Luft rückgespült.

Die Langsamfiltration ist ein Reinigungsverfahren, das sowohl partikuläre Stoffe und mikrobielle Keime als auch biologisch abbaubare Stoffe zurückhält. Das Reinigungsprinzip ist der natürlichen Reinigung im Boden nachempfunden. Langsamsandfilter werden mit feinerem Quarzsand als die Schnellfilter aufgebaut - dadurch ist die Durchflussgeschwindigkeit viel langsamer und der Platzbedarf entsprechend gross. Langsamsandfilter können bereits hygienisch einwandfreies und feststofffreies Wasser liefern.

Ultrafiltrations-Membranen können Wasser so fein filtern, das es am Ende praktisch feststofffrei ist. Bakterien, Parasiten und Viren werden nicht abgetötet, sondern vollständig vom Trinkwasser getrennt. Es wird als umweltfreundlichen Reinigung angesehen, die fast ganz ohne Einsatz von Chemikalien auskommt. Die eingesetzten Membranen sind feinste Filter und wirken wie Siebe, durch die das Wasser gepresst wird. Alle Inhaltsstoffe, die größer sind als die mikroskopisch kleinen Poren, werden zurückbehalten und ausgeschieden. Man unterscheidet zwischen Mikro-, Ultra- und Nanofiltration.

Mit der Aktivkohlefiltration werden gelöste, organische Verbindungen aus dem Wasser abgetrennt, indem diese an der Oberfläche der Aktivkohle adsorbiert werden. Aktivkohle oder aktivierte Kohle wird hergestellt, indem z.B. Anthrazit oder Holzkohle bei hoher Temperatur mit Wasserdampf behandelt wird. Dadurch entstehen mikroskopischen Poren mit einer grossen inneren Oberfläche. Daran können nun organische Stoffe (wie zum Beispiel Pflanzenschutzmittel u.a. mehr) anlagern können. Somit können diese Stoffe zusammen mit der Aktivkohle aus dem Wasser entfernt werden.

Flusswasser ist in der Regel starken Qualitätsschwankungen unterworfen. Wird aus Flusswasser Trinkwasser hergestellt, wird es auf durch einen natürlichen Boden versickert und anschliessend aus Grundwasserbrunnen gewonnen. Grundwasseranreicherung speichert Wasser im Untergrund und reinigt es auf natürliche Weise.

Die Flockung ist ein Prozess, der die Abtrennung von feinsten Partikeln aus dem Rohwasser unterstützt. Dieser Prozess wird vor allem bei der Oberflächenwasseraufbereitung eingesetzt. Viele der sehr kleinen Feststoffe können nicht durch Sedimentation aus den Rohwasser abgetrennt werden. Durch die Beigabe bestimmter Hilfsstoffe können sich die kleinen Feststoffe zu grösseren Aggregaten und Flocken zusammenballen und aus dem Wasser abgetrennt werden.

Als sogen. Netzschutz kann dem Wasser noch Chlordioxid als Desinfektionsmittel zugegeben werden. Geringe Restkonzentrationen von organischen Stoffen dienen Bakterien als Nährstoffe und können dazu führen, dass das Wasser im Netz von verkeimt wird.

Im sauerstoffarmen oder sauerstofffreien Grundwasser kann Eisen- und Mangan-Oxid, das sich im Grundwasserleiter befindet, durch biologische Prozesse zu zweiwertigem Fe2+ und Mn2+ reduziert werden. Kommt das Wasser wieder mit Sauerstoff in Kontakt, bildet sich schwerlösliches Eisen-III-oxid, welches das Trinkwasser gelblich verfärbt. Bei der Enteisenung und Entmanganisierung des Wassers wird das Wasser mit Sauerstoff belüftet, die sich bildenden Niederschläge anschliessend durch Zugabe von Flockungsmitteln geflockt. Die Flocken können anschliessend in einem Schnellsandfilter, der mit Vorteil als mehrschichtiger Raumfilter gestaltet ist, abgetrennt werden.

Enthält ein Wasser in Bezug auf das Gleichgewicht zwischen Kalk CaCO3 und Kohlensäure (Kohlendioxid, CO2) einen Überschuss an Säure (d.h. im Kontakt mit CaCO3 würde das Wasser noch Kalk auflösen können), so hat das Wasser die Tendenz, in Verteilleitungen aggressiv oder korrosiv zu sein. Die Entsäuerung geschieht zum Beispiel mit Zugabe von Hydroxiden sowie Soda.