Wasserversorgung Sissach (WVS): Gemeinde Sissach

Messwerte 2025 für Gemeinde Sissach

zurück zu den Versorgungsgebieten

Die aufgeführten Daten wurden vom Wasserversorger eingepflegt und nicht überprüft. Der SVGW übernimmt keine Gewähr für die hier publizierten Messwerte. Kontaktieren Sie bei Fragen oder Unstimmigkeiten direkt Ihre Wasserversorgung. Die entsprechenden Kontaktinformationen finden Sie im Reiter "Kontakt".

Allgemeine Beurteilung

Insgesamt handelt es sich beim Sissacher Trinkwasser um ein gut mineralisiertes, stabiles Grundwasser von sehr guter Qualität.

Mikrobiologische Kurzbeurteilung

Im Jahr 2025 entsprachen 62 von 64 Proben den mikrobiologischen und chemischen Anforderungen der Schweizer Lebensmittelgesetzgebung.

Im August wurden bei zwei Proben an einem Standort leicht erhöhte Keimzahlen von 310 und 340 KBE/ml festgestellt. Diese lagen nur geringfügig über dem Richtwert für die gute Verfahrenspraxis (300 KBE/ml) und stellten keine gesundheitliche Beeinträchtigung dar. Die Messungen lagen deutlich unter den für abgefülltes Mineral- und Quellwasser zulässigen Werten. Nach einer umgehend erfolgten Leitungs­spülung wurden keine Keime mehr nachgewiesen.

Chemische Kurzbeurteilung

Das Trinkwasser der Gemeinde ist chemisch einwandfrei und erfüllt alle gesetzlichen Anforderungen. Die gemessenen Werte lagen durchgehend deutlich unter den Grenzwerten der Trinkwasserverordnung. Das Wasser ist mit einer Gesamthärte von rund 34 °fH als hart einzustufen. Der Nitratgehalt betrug im Mittel 14.3 mg/l und lag damit klar unter dem Grenzwert von 40 mg/l, was auf einen geringen landwirtschaftlichen Einfluss hinweist. 

Schadstoffanalytik

Die umfassende Analytik (Pflanzenschutzmittel, polare Mikroschadstoffe, flüchtige organische Verbindungen (VOC) sowie Metalle) zeigte, dass das Trinkwasser frei von relevanten Schadstoffen war. Die nachgewiesenen Spuren lagen um ein Vielfaches unter den gesetzlichen Grenzwerten.

Einzugsgebiet

Die Gemeinde Sissach bezieht ihr Wasser aus den Grundwasserströmen der Ergolz und des Homburgerbachs über die Grundwasserpumpen Wühre 1-3, Leim und Gehren. 

Ausserdem beziehen der Zweckverband Regionale Wasserversorgung Wühre, an welchem die Gemeinden Böckten, Sissach, Thürnen und Zunzgen beteiligt sind, sowie die Wasserversorgungs-Genossenschaft Hersberg Nusshof Wintersingen (WHNW), welche die Gemeinden Nusshof und Hersberg, sowie Teile von Wintersingen beliefert, ihr Trinkwasser von diesen Grundwasserpumpen.

PLZ-Gebiet

4450

Mikrobiologische Messwerte

Messungen Minimal Maximal Durchschnitt Median
Aerobe mesophile Keime 64 nn 340 KBE/ml 36 KBE/ml 17 KBE/ml
Enterokokken 64 nn nn nn nn
E.coli 64 nn nn nn nn

Chemische Messwerte

Messungen Minimal Maximal Durchschnitt Median
Gesamthärte 8 33.3 °fH 34.8 °fH 33.9 °fH 33.6 °fH
Kalzium 8 115 mg/l 118 mg/l 116 mg/l 116 mg/l
Magnesium 8 10.4 mg/l 13.1 mg/l 11.9 mg/l 12.2 mg/l
Nitrat 8 12 mg/l 16.3 mg/l 14.3 mg/l 14.3 mg/l

Herkunft und Aufbereitung des Wassers

  • Bemerkungen zum Quellwasser

    Keine Bemerkung

  • Aufbereitung des Grundwasser
    • Desinfektion
      • UV-Bestrahlung

    Bemerkungen zum Grundwasser

    Keine Bemerkung

  • Bemerkungen zum Seewasser

    Keine Bemerkung

  • Bemerkung zum zugekauften Wasser

    Keine Bemerkung

Wasserversorgung Sissach (WVS): Alle Versorgungsgebiete

Der Wasserversorger "Wasserversorgung Sissach (WVS)" versorgt die folgenden Gebiete mit Wasser:

Gemeinde Sissach
PLZ: 4450
PLZ Gesamthärte
Gemeinde Sissach 4450 33.9 °fH Messwerte

Die Desinfektion ist das häufigste Aufbereitungsverfahren in der Wasserversorgung. Sie gewährleistet die Hygiene des Trinkwassers. Die Desinfektion hat zum Ziel Krankheiten zu vermeiden, die über das Trinkwasser übertragen werden. Dazu müssen Krankheitserreger (Mikroorganismen: Protozooen, Bakterien, Viren) abgetötet werden. Das geschieht durch ultraviolette (UV-) Strahlung oder chemische Oxidationsmittel. In der Praxis der Schweizer Wasserversorgungen ist der Einsatz von chemischen Oxidationsmitteln wie O3 (Ozon), ClO2 (Chlordioxid) weit verbreitet. In kleinen Wasserversorgungen wird oft eine Behandlung mit UV eingesetzt.

Die Desinfektion ist das häufigste Aufbereitungsverfahren in der Wasserversorgung. Sie gewährleistet die Hygiene des Trinkwassers. Die Desinfektion hat zum Ziel Krankheiten zu vermeiden, die über das Trinkwasser übertragen werden. Dazu müssen Krankheitserreger (Mikroorganismen: Protozooen, Bakterien, Viren) abgetötet werden.

Das geschieht durch ultraviolette (UV-) Strahlung oder chemische Oxidationsmittel. In der Praxis der Schweizer Wasserversorgungen ist der Einsatz von chemischen Oxidationsmitteln wie O3 (Ozon) oder auch ClO2 (Chlordioxid) weit verbreitet. In kleinen Wasserversorgungen wird hingegen oft eine Behandlung mit UV eingesetzt.

Die Desinfektion ist das häufigste Aufbereitungsverfahren in der Wasserversorgung. Sie gewährleistet die Hygiene des Trinkwassers. Die Desinfektion hat zum Ziel Krankheiten zu vermeiden, die über das Trinkwasser übertragen werden. Dazu müssen Krankheitserreger (Mikroorganismen: Protozooen, Bakterien, Viren) abgetötet werden.

Das geschieht durch ultraviolette (UV-) Strahlung oder chemische Oxidationsmittel. In der Praxis der Schweizer Wasserversorgungen ist der Einsatz von chemischen Oxidationsmitteln wie O3 (Ozon) oder auch ClO2 (Chlordioxid) weit verbreitet. In kleinen Wasserversorgungen wird hingegen oft eine Behandlung mit UV eingesetzt.

Die Schnellfiltration hat die Aufgabe, Partikel aus dem Wasser abzutrennen indem das Wasser eine Quarzsandschicht durchfliesst. Die Fliessgeschwindigkeit ist mit mehreren Metern pro Stunde wesentlich schneller als bei den Langsamfiltern. Schnellfilter gibt es mit offenen Becken oder mit geschlossenen Kesseln. Bei der Reinigung werden sie mit Wasser und/oder Luft rückgespült.

Die Langsamfiltration ist ein Reinigungsverfahren, das sowohl partikuläre Stoffe und mikrobielle Keime als auch biologisch abbaubare Stoffe zurückhält. Das Reinigungsprinzip ist der natürlichen Reinigung im Boden nachempfunden. Langsamsandfilter werden mit feinerem Quarzsand als die Schnellfilter aufgebaut - dadurch ist die Durchflussgeschwindigkeit viel langsamer und der Platzbedarf entsprechend gross. Langsamsandfilter können bereits hygienisch einwandfreies und feststofffreies Wasser liefern.

Ultrafiltrations-Membranen können Wasser so fein filtern, das es am Ende praktisch feststofffrei ist. Bakterien, Parasiten und Viren werden nicht abgetötet, sondern vollständig vom Trinkwasser getrennt. Es wird als umweltfreundlichen Reinigung angesehen, die fast ganz ohne Einsatz von Chemikalien auskommt. Die eingesetzten Membranen sind feinste Filter und wirken wie Siebe, durch die das Wasser gepresst wird. Alle Inhaltsstoffe, die größer sind als die mikroskopisch kleinen Poren, werden zurückbehalten und ausgeschieden. Man unterscheidet zwischen Mikro-, Ultra- und Nanofiltration.

Mit der Aktivkohlefiltration werden gelöste, organische Verbindungen aus dem Wasser abgetrennt, indem diese an der Oberfläche der Aktivkohle adsorbiert werden. Aktivkohle oder aktivierte Kohle wird hergestellt, indem z.B. Anthrazit oder Holzkohle bei hoher Temperatur mit Wasserdampf behandelt wird. Dadurch entstehen mikroskopischen Poren mit einer grossen inneren Oberfläche. Daran können nun organische Stoffe (wie zum Beispiel Pflanzenschutzmittel u.a. mehr) anlagern können. Somit können diese Stoffe zusammen mit der Aktivkohle aus dem Wasser entfernt werden.

Flusswasser ist in der Regel starken Qualitätsschwankungen unterworfen. Wird aus Flusswasser Trinkwasser hergestellt, wird es auf durch einen natürlichen Boden versickert und anschliessend aus Grundwasserbrunnen gewonnen. Grundwasseranreicherung speichert Wasser im Untergrund und reinigt es auf natürliche Weise.

Die Flockung ist ein Prozess, der die Abtrennung von feinsten Partikeln aus dem Rohwasser unterstützt. Dieser Prozess wird vor allem bei der Oberflächenwasseraufbereitung eingesetzt. Viele der sehr kleinen Feststoffe können nicht durch Sedimentation aus den Rohwasser abgetrennt werden. Durch die Beigabe bestimmter Hilfsstoffe können sich die kleinen Feststoffe zu grösseren Aggregaten und Flocken zusammenballen und aus dem Wasser abgetrennt werden.

Als sogen. Netzschutz kann dem Wasser noch Chlordioxid als Desinfektionsmittel zugegeben werden. Geringe Restkonzentrationen von organischen Stoffen dienen Bakterien als Nährstoffe und können dazu führen, dass das Wasser im Netz von verkeimt wird.

Im sauerstoffarmen oder sauerstofffreien Grundwasser kann Eisen- und Mangan-Oxid, das sich im Grundwasserleiter befindet, durch biologische Prozesse zu zweiwertigem Fe2+ und Mn2+ reduziert werden. Kommt das Wasser wieder mit Sauerstoff in Kontakt, bildet sich schwerlösliches Eisen-III-oxid, welches das Trinkwasser gelblich verfärbt. Bei der Enteisenung und Entmanganisierung des Wassers wird das Wasser mit Sauerstoff belüftet, die sich bildenden Niederschläge anschliessend durch Zugabe von Flockungsmitteln geflockt. Die Flocken können anschliessend in einem Schnellsandfilter, der mit Vorteil als mehrschichtiger Raumfilter gestaltet ist, abgetrennt werden.

Enthält ein Wasser in Bezug auf das Gleichgewicht zwischen Kalk CaCO3 und Kohlensäure (Kohlendioxid, CO2) einen Überschuss an Säure (d.h. im Kontakt mit CaCO3 würde das Wasser noch Kalk auflösen können), so hat das Wasser die Tendenz, in Verteilleitungen aggressiv oder korrosiv zu sein. Die Entsäuerung geschieht zum Beispiel mit Zugabe von Hydroxiden sowie Soda.