SWG: Gruppenwasserversorgung Grenchen (GWVG)

Messwerte 2024 für Gruppenwasserversorgung Grenchen (GWVG)

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Die aufgeführten Daten wurden vom Wasserversorger eingepflegt und nicht überprüft. Der SVGW übernimmt keine Gewähr für die hier publizierten Messwerte. Kontaktieren Sie bei Fragen oder Unstimmigkeiten direkt Ihre Wasserversorgung. Die entsprechenden Kontaktinformationen finden Sie im Reiter "Kontakt".

Allgemeine Beurteilung

Das von der Gruppenwasserversorgung Grenchen abgegebene Trinkwasser entspricht der Verordnung des EDI über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (TBDV, 817.022.11), mit Ausnahme von:


Chlorothalonil-Sulfonsäure R471811

Der Durchschnittswert des Metaboliten R471811 liegt bei 0.22 Mikrogramm/Liter. Die Chlorothalonil-Sulfonsäure R471811 ist ein Abbauprodukt des Pflanzenschutzmittels Chlorothalonil, ein Fungizid, welches seit den 70er Jahren in der Landwirtschaft eingesetzt wurde. Der gesetzliche Höchstwert liegt bei 0.1 µg/l und gilt erst seit Januar 2020, da der Wirkstoff Chlorothalonil bei einer Neubeurteilung in eine höhere Gefahrenklasse eingestuft wurde. Der Wirkstoff Chlorothalonil ist seit Januar 2020 verboten in der Schweiz. Die Abbauprodukte dürften aber noch Jahre im Trink- und Grundwasser nachweisbar bleiben.

Wichtig: Auch bei einer allfälligen Höchstwertüberschreitung kann das Trinkwasser weiterhin konsumiert werden. Das Trinken von Hahnenwasser ist sicher. Der gesetzliche Höchstwert von 0.1 Mikrogramm/Liter ist ein Vorsorgewert und daher sehr tief angesetzt.


PFAS

PFAS gehören zu den bei der Überarbeitung der EU-Richtlinie 2020/2184 vom 16.12.2020 über die Qualität von Wasser für den menschlichen Gebrauch neu aufgenommenen Parametern. So wurden 20 PFAS von der Richtlinie erfasst und es wurde ein Qualitätsgrenzwert (0,10 µg/L) für die Summe dieser 20 Moleküle in Wasser für den menschlichen Gebrauch festgelegt. Zudem wurde ein weiterer, allgemeinerer Parameter mit der Bezeichnung «PFAS gesamt» eingeführt, dessen Qualitätsgrenzwert auf 0,50 µg/L festgesetzt wurde. In der Schweiz gelten gemäss der Verordnung über Trinkwasser sowie Wasser in öffentlich zugänglichen Bädern und Duschanlagen (TBDV) nur für 3 PFAS entsprechende Grenzwerte: Perfluorhexansulfonat PFHxS (0,3 µg/L), Perfluoroctansulfonat PFOS (0,3 µg/L), Perfluoroctansäure PFOA (0,5 µg/L).

Von den 20 PFAS-Molekülen, nach denen gesucht wurde, konnten 4 Moleküle nachgewiesen werden, wobei deren Durchschnittswert bei 0.001 bzw. 0,002 µg/L lag. Die übrigen Moleküle lagen unter dem Detektionswert des Labors (0,001 µg/L).

Einzugsgebiet

Die Gruppenwasserversorgung Grenchen versorgt rund 47'000 Einwohner der 10 angeschlossenen Gemeinden mit  Grund- und Quellwasser. 

Die hier veröffentlichen Wasserqualitätswerte beziehen sich auf das von der Gruppenwasserversorgung Grenchen an den Übergabeschächten von den Gemeinden bezogene Trinkwasser. Die Gemeinden sind für die Wasseranalysen in ihren Verteilnetzen selber zuständig.

PLZ-Gebiet

2544, 2545, 3428, 4562, 4564, 4565, 4571, 4574, 4586

Mikrobiologische Messwerte

Messungen Minimal Maximal Durchschnitt Median
Aerobe mesophile Keime 36 nn 9 KBE/ml 3 KBE/ml 2 KBE/ml
Enterokokken 36 nn nn nn nn
E.coli 36 nn nn nn nn

Chemische Messwerte

Messungen Minimal Maximal Durchschnitt Median
Gesamthärte 13 24 °fH 28 °fH 25.9 °fH 26 °fH
Kalzium 13 81.4 mg/l 97.1 mg/l 88.2 mg/l 88.4 mg/l
Magnesium 13 8 mg/l 10.8 mg/l 9.2 mg/l 9.1 mg/l
Nitrat 13 10.9 mg/l 22.5 mg/l 13.9 mg/l 11.9 mg/l

Herkunft und Aufbereitung des Wassers

  • Aufbereitung des Quellwassers
    • Desinfektion
      • UV-Bestrahlung

    Bemerkungen zum Quellwasser

    Keine Bemerkung

  • Aufbereitung des Grundwasser
    • Desinfektion
      • UV-Bestrahlung

    Bemerkungen zum Grundwasser

    Grundwasserpumpwerke in Obergerlafingen und Kyburg

  • Bemerkungen zum Seewasser

    Keine Bemerkung

  • Bemerkung zum zugekauften Wasser

    Quellwasser von der Wasserversorgung Grenchen

SWG: Alle Versorgungsgebiete

Der Wasserversorger "SWG" versorgt die folgenden Gebiete mit Wasser:

Wasserversorgung Grenchen (WVG)
PLZ: 2540
Gruppenwasserversorgung Grenchen (GWVG)
PLZ: 2544, 2545, 3428, 4562, 4564, 4565, 4571, 4574, 4586
PLZ Gesamthärte
Wasserversorgung Grenchen (WVG) 2540 18 °fH Messwerte
Gruppenwasserversorgung Grenchen (GWVG) 2544, 2545, 3428, 4562, 4564, 4565, 4571, 4574, 4586 25.9 °fH Messwerte

Die Desinfektion ist das häufigste Aufbereitungsverfahren in der Wasserversorgung. Sie gewährleistet die Hygiene des Trinkwassers. Die Desinfektion hat zum Ziel Krankheiten zu vermeiden, die über das Trinkwasser übertragen werden. Dazu müssen Krankheitserreger (Mikroorganismen: Protozooen, Bakterien, Viren) abgetötet werden. Das geschieht durch ultraviolette (UV-) Strahlung oder chemische Oxidationsmittel. In der Praxis der Schweizer Wasserversorgungen ist der Einsatz von chemischen Oxidationsmitteln wie O3 (Ozon), ClO2 (Chlordioxid) weit verbreitet. In kleinen Wasserversorgungen wird oft eine Behandlung mit UV eingesetzt.

Die Desinfektion ist das häufigste Aufbereitungsverfahren in der Wasserversorgung. Sie gewährleistet die Hygiene des Trinkwassers. Die Desinfektion hat zum Ziel Krankheiten zu vermeiden, die über das Trinkwasser übertragen werden. Dazu müssen Krankheitserreger (Mikroorganismen: Protozooen, Bakterien, Viren) abgetötet werden.

Das geschieht durch ultraviolette (UV-) Strahlung oder chemische Oxidationsmittel. In der Praxis der Schweizer Wasserversorgungen ist der Einsatz von chemischen Oxidationsmitteln wie O3 (Ozon) oder auch ClO2 (Chlordioxid) weit verbreitet. In kleinen Wasserversorgungen wird hingegen oft eine Behandlung mit UV eingesetzt.

Die Desinfektion ist das häufigste Aufbereitungsverfahren in der Wasserversorgung. Sie gewährleistet die Hygiene des Trinkwassers. Die Desinfektion hat zum Ziel Krankheiten zu vermeiden, die über das Trinkwasser übertragen werden. Dazu müssen Krankheitserreger (Mikroorganismen: Protozooen, Bakterien, Viren) abgetötet werden.

Das geschieht durch ultraviolette (UV-) Strahlung oder chemische Oxidationsmittel. In der Praxis der Schweizer Wasserversorgungen ist der Einsatz von chemischen Oxidationsmitteln wie O3 (Ozon) oder auch ClO2 (Chlordioxid) weit verbreitet. In kleinen Wasserversorgungen wird hingegen oft eine Behandlung mit UV eingesetzt.

Die Schnellfiltration hat die Aufgabe, Partikel aus dem Wasser abzutrennen indem das Wasser eine Quarzsandschicht durchfliesst. Die Fliessgeschwindigkeit ist mit mehreren Metern pro Stunde wesentlich schneller als bei den Langsamfiltern. Schnellfilter gibt es mit offenen Becken oder mit geschlossenen Kesseln. Bei der Reinigung werden sie mit Wasser und/oder Luft rückgespült.

Die Langsamfiltration ist ein Reinigungsverfahren, das sowohl partikuläre Stoffe und mikrobielle Keime als auch biologisch abbaubare Stoffe zurückhält. Das Reinigungsprinzip ist der natürlichen Reinigung im Boden nachempfunden. Langsamsandfilter werden mit feinerem Quarzsand als die Schnellfilter aufgebaut - dadurch ist die Durchflussgeschwindigkeit viel langsamer und der Platzbedarf entsprechend gross. Langsamsandfilter können bereits hygienisch einwandfreies und feststofffreies Wasser liefern.

Ultrafiltrations-Membranen können Wasser so fein filtern, das es am Ende praktisch feststofffrei ist. Bakterien, Parasiten und Viren werden nicht abgetötet, sondern vollständig vom Trinkwasser getrennt. Es wird als umweltfreundlichen Reinigung angesehen, die fast ganz ohne Einsatz von Chemikalien auskommt. Die eingesetzten Membranen sind feinste Filter und wirken wie Siebe, durch die das Wasser gepresst wird. Alle Inhaltsstoffe, die größer sind als die mikroskopisch kleinen Poren, werden zurückbehalten und ausgeschieden. Man unterscheidet zwischen Mikro-, Ultra- und Nanofiltration.

Mit der Aktivkohlefiltration werden gelöste, organische Verbindungen aus dem Wasser abgetrennt, indem diese an der Oberfläche der Aktivkohle adsorbiert werden. Aktivkohle oder aktivierte Kohle wird hergestellt, indem z.B. Anthrazit oder Holzkohle bei hoher Temperatur mit Wasserdampf behandelt wird. Dadurch entstehen mikroskopischen Poren mit einer grossen inneren Oberfläche. Daran können nun organische Stoffe (wie zum Beispiel Pflanzenschutzmittel u.a. mehr) anlagern können. Somit können diese Stoffe zusammen mit der Aktivkohle aus dem Wasser entfernt werden.

Flusswasser ist in der Regel starken Qualitätsschwankungen unterworfen. Wird aus Flusswasser Trinkwasser hergestellt, wird es auf durch einen natürlichen Boden versickert und anschliessend aus Grundwasserbrunnen gewonnen. Grundwasseranreicherung speichert Wasser im Untergrund und reinigt es auf natürliche Weise.

Die Flockung ist ein Prozess, der die Abtrennung von feinsten Partikeln aus dem Rohwasser unterstützt. Dieser Prozess wird vor allem bei der Oberflächenwasseraufbereitung eingesetzt. Viele der sehr kleinen Feststoffe können nicht durch Sedimentation aus den Rohwasser abgetrennt werden. Durch die Beigabe bestimmter Hilfsstoffe können sich die kleinen Feststoffe zu grösseren Aggregaten und Flocken zusammenballen und aus dem Wasser abgetrennt werden.

Als sogen. Netzschutz kann dem Wasser noch Chlordioxid als Desinfektionsmittel zugegeben werden. Geringe Restkonzentrationen von organischen Stoffen dienen Bakterien als Nährstoffe und können dazu führen, dass das Wasser im Netz von verkeimt wird.

Im sauerstoffarmen oder sauerstofffreien Grundwasser kann Eisen- und Mangan-Oxid, das sich im Grundwasserleiter befindet, durch biologische Prozesse zu zweiwertigem Fe2+ und Mn2+ reduziert werden. Kommt das Wasser wieder mit Sauerstoff in Kontakt, bildet sich schwerlösliches Eisen-III-oxid, welches das Trinkwasser gelblich verfärbt. Bei der Enteisenung und Entmanganisierung des Wassers wird das Wasser mit Sauerstoff belüftet, die sich bildenden Niederschläge anschliessend durch Zugabe von Flockungsmitteln geflockt. Die Flocken können anschliessend in einem Schnellsandfilter, der mit Vorteil als mehrschichtiger Raumfilter gestaltet ist, abgetrennt werden.

Enthält ein Wasser in Bezug auf das Gleichgewicht zwischen Kalk CaCO3 und Kohlensäure (Kohlendioxid, CO2) einen Überschuss an Säure (d.h. im Kontakt mit CaCO3 würde das Wasser noch Kalk auflösen können), so hat das Wasser die Tendenz, in Verteilleitungen aggressiv oder korrosiv zu sein. Die Entsäuerung geschieht zum Beispiel mit Zugabe von Hydroxiden sowie Soda.