Wasserversorgung Horben-Riedern

Wasserversorgung Horben-Riedern

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Die 130 km2 grosse Berggemeinde Diemtigen (sechstgrösste Gemeinde im Kt. Bern) umfasst das vielfach vergabelte Diemtigtal im Amtsbezirk Niedersimmental. Zusätzlich zum Wohngebiet verfügt das Diemtigtal über ausgedehnte Wälder. Diemtigen ist zudem die grösste Alpwirtschaftsgemeinde der Schweiz.

Zum Diemtigtal gehören die acht Dörfer: Oey, Diemtigen, Bächlen, Horben, Riedern, Entschwil, Zwischenflüh und Schwenden.

Als grösstes Nebental des Simmentals verläuft das Diemtigtal auf einer Länge von 14 km in südwestlicher Richtung. Es liegt eingebettet zwischen der Niesen- und Turnenkette. Den südlichen Talabschluss bilden das Seehorn, Spillgerten, Rauflihorn und der höchste Gipfel im Tal, die Männlifluh (2652 m.ü.M). Das Burgholzareal mit den markanten Mühletürmen ist andererseits der tiefst gelegene Punkt (640 m.ü.M).

Die beiden Bäche Fildrich (von Schwenden her, Quellgebiet ist die Südflanke der Männlifluh) und Chirel (entspringt an der Nordflanke desselben Bergs) entwässern das Tal. Sie fliessen im Horboden zusammen und ergiessen sich als Chirel beim unteren Dorfeingang von Oey in die Simme.

Horben-Riedern

Horben

Horben umfasst alleine im Wohngebiet zwischen Horboden und Springenboden mehr als 500 m Höhendifferenz. Das Dorf gehört zur sogenannten Schattseite, was bedeutet, dass der Tag wegen der starken West-Nordwest-Neigung der Hänge spät erwacht.

Eine wichtige Rolle spielte das Hotel Rothbad mit seiner eisenhaltigen Quelle. Diese Quelle ist jedoch aktuell versiegt. Der Name Rothbad stammt von „rot“ wie das rostige Wasser. Eine Untersuchung aus dem Jahre 1861 belegte den stärksten Eisengehalt aller schweizerischen Mineralbäder. Fast ebenso grosse Beliebtheit unter den Badegästen bereitete eine schwefelartige Quelle unterhalb der Chirelsäge.

Im Jahre 1966 wurde der Skilift Gsässweid erstellt und drei Jahre später der Skilift Halten-Springenboden. Das Skigebiet ist im Laufe der Jahre sehr kinderfreundlich ausgebaut worden.

Die Bäuert Horben wurde per 01.01.2017 aufgelöst und ging an die Einwohnergemeinde Diemtigen über.

Riedern

Zweigt man im Horboden links ab und folgt dem schmalen Strässchen, das sich schattseitig den Hang hinaufschlängelt, lässt man auch Horben-Rothbad hinter sich, dann trifft man auf die hinterste Siedlung der Schattseite.

Das Gebiet von Riedern erstreckt sich von 950 m.ü.M (Chirelgraben) bis auf 2454 m.ü.M. (Riedbündihorn). Der eigentliche Weiler – soweit dieser Name für die ausgedehnte Streusiedlung überhaupt gerechtfertigt ist – liegt auf etwa 1100 m.ü.M.

Riedern strahlt vor lauter schönen Bauernhäusern und wird von drei Bergbächen durchflossen: dem Klosenbach, dem Mettligraben und dem schreienden Graben.

Auf dem Maienfallschwand in Riedern wurde im Jahre 1819 der letzte in unserer Gegend gesichtete Bär erlegt. Dies ereignete sich, nachdem der Bär zuvor in den weidenden Schafherden erheblichen Schaden angerichtet hatte.

Die Bäuert Riedern wurde per 01.01.2017 aufgelöst und ging an die Einwohnergemeinde Diemtigen über.