Wasserversorgung Arisdorf

Wasserversorgung Arisdorf

Abitanti forniti: 1727
Aree di copertura: 1

Versorgungsstruktur

In einem hydraulischen Schema (s. Beilage) sind die massgebenden Anlageteile der Wasserversorgung Arisdorf sowie der betroffenen Nachbarversorgungen höhengerecht dargestellt. Zudem sind noch nicht angeschlossenen Höfe eingetragen, ebenso die heute unabhängige Hofwasserversorgung. 

Die Zonen sind dabei abhängig von der unteren und oberen Begrenzung des Versorgungsgebietes eingetragen, womit die minimalen und maximalen statischen Druckverhältnisse auf Grund der jeweiligen Reservoirhöhen ersichtlich sind. Mit den entsprechenden Symbolen für Pumpwerke, Druckreduzierungen usw. sind die möglichen (gegenseitigen) Fliessverhältnisse zwischen den einzelnen Zonen bzw. Netzteilen ersichtlich.

Von den Nachbarversorgungen sind nur die beiden Reservoire über d’Geiss (Liestal) und Büechlihau (Füllinsdorf) dargestellt. Weitere Verbindungen mit Nachbar-Versorgungen sind keine vorhanden und auch nicht geplant. 

In Absprache mit der Wasserversorgung Arisdorf wird auf eine detaillierte Beschreibung der einzelnen Anlageteile und insbesondere der einzelnen Quellen verzichtet. Kurz gefasst sind folgende Punkte von Bedeutung: 

Reservoir Kreuz 

Das Reservoir Kreuz hat mit Jahrgang 1951 seine Nutzungsdauer erreicht. Der bauliche Zustand der beiden runden Kammern à 150 m³ kann zwar als gut bezeichnet werden, die vorgelagerte Schieberkammer ist allerdings sehr eng. Beim Einbau des Wassermessers konnten die Einbaubedingungen nicht erfüllt werden, generell muss die Rohrinstallation als eher chaotisch bezeichnet werden. 

Für eine Weiterverwendung müssten mittelfristig Sanierungen ins Auge gefasst werden, was wir bezüglich Kosten / Nutzen negativ beurteilen. Die für die Reservoir-Bewirtschaftung eingebaute Reservoir-Ausgleichssteuerung ist eigentlich (in beiden Reservoiren) nicht nötig, eine gesteuerte Einlaufklappe zum Verhindern von Überlauf im Reservoir Kreuz wäre ausreichend.

Reservoir Rain 

Das 1985 erbaute Reservoir Rain, in dem sich auch die Betriebswarte befindet, kann durchaus noch einige Jahrzehnte weiter genutzt werden. Das Volumen von 250 m³ ist ausreichend für den Bedarf der Niederzone Dorf.

Quelle Pumpwerk 

Die Quelle Pumpwerk fällt in einem Sammelbecken von ca. 10 m³ Inhalt an und wurde von dort mit einer permanent laufenden Pumpe von ca. 60 l/min zur Aufbereitungsanlage gefördert, wo dieses Wasser durch eine separate UV-Anlage ins Netz der Niederzone floss. Die Quelle Pumpwerk wird seit April 2021 nicht mehr genutzt. 

Quelle Schöffleten und Berstel

Die Quellen Schöffleten und Berstel werden in der Aufbereitungsanlage Weieren über eine vormals gemeinsame, seit 2022 über je eine UV-Anlage desinfiziert und fliessen im Freigefälle ins Netz der Niederzone. 

• Druckerhöhung Weieren 

Für das Gewerbe im südlichen Dorfteil wurde eine Hochzone eingerichtet, die über eine Druckerhöhungsanlage betrieben wird. Die Leistung der beiden Pumpen beträgt ca. 275 l/min, womit ein ausreichender Löschschutz nicht möglich ist. 

• Bezug von Liestal 

Bei rückläufiger Schüttung und / oder erhöhtem Bedarf kann die Fehlmenge von Liestal her bezogen werden. Die Einspeisung erfolgt aus dem Reservoir über d’Geiss durch zweimalige Druckreduzierung jeweils durch Öffnen einer Motorklappe ins Leitungsnetz von Arisdorf, zuerst in die Hochzone Gewerbe und danach in die Niederzone Dorf. Bei Bezug von Liestal ist die Druckerhöhungsanlage ausser Betrieb.

Hofwasserversorgung 

Auf der Westseite haben sich verschiedene Höfe zu der sogenannten Hofwasserversorgung zusammengeschlossen, die am Reservoir Büechlihau der Gemeinde Füllinsdorf angeschlossen ist. 

Weitere Höfe 

An der Zuleitung von Liestal her sind der Alphof und vereinzelte Gebäude in der Weieren angeschlossen. Diverse weitere, im hydraulischen Schema ebenfalls eingetragene Höfe haben heute noch keinen Anschluss an die öffentliche Wasserversorgung. Infolge der Klima-Änderungen steigt aber das Interesse an einem Anschluss. 

• Betriebswarte

Die Betriebswarte befindet sich im Reservoir Rain. Die bestehende Fernsteuerungsanlage der Firma Rittmeyer AG war 2012 in Betrieb genommen worden. Hier kann die gesamte Versorgung überwacht und gesteuert werden. Die Auslösestation für die Löschreserve befindet sich im alten Werkhof, ist allerdings ausser Betrieb. Als Mangel kann erwähnt werden, dass in den umfangreichen Protokollen diverse Unklarheiten und Fehler vorliegen und zudem massgebende Werte wie Verwurf, Überlauf und Zonenverbrauch nicht aufgelistet sind. Infolge Überalterung der Komponenten und sich häufenden Problemen und Ausfällen ist ein Upgrade als dringend einzustufen. 


Bezüglich der Wasserqualität werden regelmässig Proben genommen, deren Ergebnisse auszugsweise auf der Homepage der Gemeinde publiziert werden. Der Inspektionsbericht des Amtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen ALV vom 18.04.2024 zeigt auf, dass der Betrieb der Wasserversorgung in den überprüften Bereichen der Lebensmittelgesetzgebung entsprach. 

Die für die Bilanzierung erforderlichen Förderleistungen und Speichervolumen werden im Folgenden erläutert.